für anne

schatz, du hast neulich gesagt, „wer so ist,  ist immer auf der bühne“.

ich habe dabei herzgehorcht.

in mir, die ja keine künstlerin bin, aber mit solchen harmoniere, ist ganz sicher eine info darüber eingespeichert, was das mit der bühne ist. es ist die gewissheit, dass jeder schritt unseres lebens ein rampenschritt ist. dass immer das licht arbeitet, die rolle eingeseelt werden muss, damit sie glänzt, wie  ein ausgelutschter kirschkern. dass es ein catwalk ist, auf dem die seele im außen ihre innere leiter auf heels emportatzelt.

ihr, die ihr an der rampe steht, oder an der reling, ihr übt uns vor, wie sturm sein kann. was du erzählt hast, wie es ist, durch nebel zu waten, das habe ich physisch nachempfunden, in meinen knochen. und wenn meine knochen nicht fürs getippe verantworten, wer sonst.

kunst ist einübung von realität.

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