beep beep boop

das erscheint immer, wenn ich was schreiben will. so als springepunktgraphik, leicht verhätscheltapsig.

ich weiß nicht, warum man mir suggerieren will, dass ich jetzt blubbern will, aber sie haben damit ein wenig recht. wer auch immer die sind, die mir das suggerieren wollen. dass es nach belanglosem klingt, sich liest, mag an meiner lesart hängen. aber so hängt jeder titel an einer ersten gondel über die täler des unverstandes, jeder begriff schippert schlingernd über den spalt zwischen den dingen.

einst, da war ich mir mit jemandem einig, wir würden eben die abstände zwischen den zahlen begehen, aber wir waren erst bei den zahlen angelangt. vor lauter fischen sahen wir das meer nicht und wussten es.

heute sind wir weiter,heiter.  unsere schaukel bemaß schon das schwenken zwischen sein und schein. wir gelangen zu einem einverstand (nein, nicht einverständnis), der an einen quantentanz erinnert. sofern sowas erinnerbar ist. aber ich bin sicher, alles ist erinnerbar, weil es immer und ewig existiert.

ich bin sehr dankbar, für die entwicklung meiner seele. so wenig man im außen meinen erfolg sieht, auf sozialer ebene, so sehr spüre ich ihn in mir reifen. das ist vermessen, ich weiß, und ich weiß auch, der preis, das zu benennen, ist immer, dass man wieder in die abgründe gestoßen wird. das bemühen der seele nach einheit mit der welt wird immer sisyphoidal beantwortet. aber ich wage es dennoch zu schreiben, zu denken, zu wissen, dass eine sorte von wahrheit mich aufsucht, die fieberfrei symptome von reifung zeigt. ja, sowas wird mal erwähnt werden dürfen.

auf rationaler ebene ist es ja nichts anderes, als das seismographische aufspüren von ruhezonen. der geist wird ruhiger, so kann man das auch sagen. man erkennt, dass das leben zu kurz ist, um sich über so vieles aufzuregen, selbst über anscheindend belangvollem, es wird bald wieder belanglos sein, weil die belange schwinden. es gibt wenige feste topoi, die einen beständig verfolgen, wie kobolde und zinnsoldaten, wenig universalien, die beständig am großen rad drehen. sich denen zu widmen und die kleinen ungeradheiten zu verreimen wird nahrhafter mit der zeit. man nimmt zu, an massenzahl. wird schwerer, sammelt elektronenschalen und wandert durch das periodensystem. man wird, wenn nicht alchemist, so doch alchemie.

und darin erkenne ich die macht, die potenz, die aus dem sein und dem tun resultiert. der schein ist entthront, das reich teilen sich das sein und das tun. man wird realer, wahrhaftiger. mit etwas glück.

heute, am zehnten todestag meiner mutter, danke ich allen himmelsmächten und erdenkräften dafür, die gelegenheit bekommen zu haben, mich in diesem kosmischen programm als kleine lötstelle wiederzufinden. nicht jeder hat die chance, so frei und für wenig geld, rhabarbern zu dürfen. ich habe sie bekommen. man hat mich gebildet. ich bin ein kind wacher eltern und einer wachen, friedvollen zeit, ein privileg.

wir sollten jeden tag feiern, dass wir dürfen.

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Eine Antwort zu “beep beep boop

  1. Manchmal denke ich, je mehr wir in einer gelassenen Grundstimmung sind oder uns dorthin begeben, desto mehr nähern wir uns unserer Bestimmung. Es beginnt das grosse Zusammenpassen von aussen und innen.

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