heute hat jemand gesagt,

ich sei wie ausgewechselt.

das mit dem akku hat geklappt. saft ist da, und ich weiß, er ist wasser. ich habe getrunken, mal wieder, am lebensquell. meerwasser in meinen poren, watt um die knöchel und salz auf der zunge. in manchen märchen des ostens kommt es vor, dass der held zweierlei quellen zugewiesen bekommt, mit lebendem eine, die andere mit totem wasser. und es kommt auf seinen plot an, wie er zum trinken kommt. sein geschick.
und es war geschickt, zu reisen.
vermutlich das älteste heilmittel, verhaltensform, atavistisch. hin – und her. nur nicht stehen bleiben. und dahin, wo man hingezogen ist.
das meer ist mir ein schlüsselreiz und im inneren bin ich eine alte meeresschildkröte. wandere seit jahrtausenden durch die fluten und inkarniere bisweilen als frau. aber wenn ich tauche, willentlich, ist in meinem körper eine salve an bestätigendem jubel zu hören. winden und kugeln im wasser, das höchste.

aber ich inkarniere um den wind auf der haut spüren zu können. den panzer ablegen zu lernen. um dasselbe zu tun, als schmetterling in der luft. alles ist in mir und ich bin in allem, und im watt auch, in den tiefen blinder tastorgane, die plankton riechen, in der iris der spähenden möwe, den steinen, den meteoritbröseln, die einst die erde befruchteten. der ozean ist die wiege der menschenmythen, dort erst wird es vertraut.

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