gehirn, wie körper,

schaltzentrale, wie austragungsort, speichern muster. bekannte muster werden bevorzugt, vermutlich eine sache der kabellängen der synapsenketten.

das erklärt, warum wir uns in im grunde unguten postionen, etwa rundrückgratig, brustverengt, sichtschmal und korksig hinsetzen und auch so bleiben. und unser körper irgendwann auch so bleibt. und warum wir uns in unguten seelenlagen gefallen, die dann auch chronifizieren.

lasche zügel, ob nun als laxe sehnenzüge oder als spannungslose seelenhaltung, sind energiearm. wir wählen sie wohl aus bequemlichkeit oder bittesehr ökonomiehalber. aber sie verfestigen sich, fräsen sich ein, schneisen sich durch fleisch und gedächtnis, zurren die gelenke fest und ankylosieren die mentalen artikulationen.

und wenn wir dann erwachen, hinter den dornenhecken unserer fixierungen, wird das neu-beackern der brachen felder zu einem schmerz. wir reißen die strippen an und dehnen, brechen die lötstellen der matrices auf und befeuern die energie-turbinen. am anfang verbrennt alles unvollständig, eh die öfen der mitochondrien wieder richtig heiß laufen. und eh sich neue, kleine, saftige triebe bilden, die zu neuen, saftigen bahnen bündeln.

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