in allzuvielen netz-foren

kenne ich mich nicht aus. wenn ich aber denoch subjektiv bilanzieren will,

 

dann entdecke ich hINTER den systemimmanenten oligarchischen organisationsmustern

die herrschaft der zeichen.  das durchschwimmern der digitalisierten kajaks auf den datenströmen. dass  die organisationen, rein informatisch, ähnlich sind und konstitutionelle auswirkungen haben. dass also die maschinen den takt geben. allein schon begriffe wie „dashboard“ für die administration eines blogs … sie lassen uns meinen, wir flögen.

 

dabei sind es nur klickies.  kitzelquickies für die tippefinger.

weil sich mitzuteilen als so beglückend erlebt wird, kosten tippedienste so viel, dass netzwerke sie einverleiben. information geht zugrunde, die vermittlung der info wird zum selbstzweck. daher die vielen smileys. die tasache, kommuniziert zu haben, toppt die inhaltliche kommunikation. gut, das ist alles allgemeinplatz.

auch, dass diese dienste uns auspressen. auch. dass sie uns kaufen.

ich finde, zum gegenwärtigen zeitpunkt wird selbstbeobachtung noch wichtiger. wenn wir halbwegs heil aus dem deal rauskommen wollen, muss jeder gedanke und jeder klick von vielen wachen instanzen geprüft werden. also, ich finde, wir, user, müssten schlauer werden als die programmierer.

 

die herrschaft der vielen … das ginge nur gut, wenn die vielen besser in-formiert, in form gebracht wären, als die formdesigner, wenn also „mensch“ „gott“ toppte, durch durchschauen.

 

sieht nicht einfach aus, aber nichts anderes versucht philosophie seit jahrtausenden. sachdienliche matrices bauen und über das dazudäumchendrehen zugleich referenziös desensibilisieren.

 

warum ich das schreibe?

weil ich in letzter zeit an umfragen online teilnahm. aus studiengründen, ich wollte mal wieder dem duft eines fragebogens nachschnuppern. ich kann diese erfahrung anraten. an den fragen, die sie stellen, den zwischenboten, messengers ( RNS) , erkennt man in welche kategorie der käufer man fällt. oder gefällt wird.

allgemeinplatz alles, aber es gefällt mir, es zu sagen. mich selbst und wensonst daran zu erinnern, dass wir zum narren gehalten werden, jeden tag, immerzu. hier und anderswo. und die mantren mögen verschieden sein, aber das credo ist das gleiche:

kaufe mich und sonst keinen.

 

neulich titelte DER SPIEGEL ganzseitig „konsum / verzicht“.

hab ick nüsch gekooft.

wie jetz?

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Topologie_%28Rechnernetz%29

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