es gibt eine

bedrücktheit darüber, dass man alle dinge verlassen wird müssen. irgendwann.

die endlichkeit hat selten ein aroma, sie schmeckt fade. gerüche scheint das gehirn an etwas sehr lebendigem zu koppeln, altem, limbischem, und papillen für das nichtsein zünden nicht, sie sind stumm.

mich würde interessieren, was innerhirnlich zu unternehmen ist, um den geschmack zu verbessern.

rein neuronal, also nicht mit dem aszendenten der transzendenz versehen, religiös

(ehrlich, „religional“ erscheint mir da triftiger, religional wie regional und legional und illegal),

sondern über lose gedankenketten. was muss ich denken, um endlichkeit schmackhaft zu finden. aber nicht um sie herbeizuwünschen, das wäre wirklich wenig herausfordernd, sondern um ihre einstige qualität  – wenn sie sich manifestiert –  beizeiten zu antizipieren?

welche prämissen können vorgeschaltet werden, so dass  darauf  „und das ist gut so“ geschlossen wird?

nein, eben nicht … nicht etwas wie ein „weiterleben anderswo“, denn ich will ohne diese annahme fragen.

was kann daran gut sein, dass das leben endlich ist und erlöschen wird (was es ohnehin tut, irgendwann)?

ich versuche und versuche wege zu finden …  alle meine gedanke enden ins spirituelle, oderwiedasheißt. also in der idee, dass die natur zyklisch beschaffen ist, weil

– ohne rhythmus, keine struktur

– und ohne struktur, kein muster

– und ohne muster, keine kopie

– und kein plagiat.

 

reproduktion ist von einer matrix abhängig. nichtsein vom sein. wir haben keine chance das nichtsein anders zu verstehen. wenn wir nach winter frühling antizipieren, ist das zwangsläufig, es fiele schwer daran zu glauben, einst, irgendwann, illo tempore, habe es nach winter herbst gegeben oder nach sommer frühling. nur das einerlei der gezeiten brächte uns zu einem einerlei der zustände. so wie in den klimatischen zonen, in denen es keine unterschiede gibt. aber die gibt es nicht … überall ist eine jahreszeit eine andere als eine andere. außer unterscheiden bleibt uns nichts übrig.

 

aber wenn wir unterscheiden müssen, dann ist das ununterschiedene nur das wegnehmen des unterscheidenden. also das einerleimachen. und das ist das holistische. es besagt, es ist alles ganzes. und dann gibt es kein endlich und kein ende.

nur so  löse ich das problem.

vielleicht weiß einer irgendwo im universum anders rat … er möge sich melden.

 

„der kleine lukas möchte am haupteingang von seinen eltern abgeholt werden“

 

ende der durchsage.

 

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2 Antworten zu “es gibt eine

  1. „sondern über lose gedankenketten. was muss ich denken, um endlichkeit schmackhaft zu finden. aber nicht um sie herbeizuwünschen, das wäre wirklich wenig herausfordernd, sondern um ihre einstige qualität – wenn sie sich manifestiert – beizeiten zu antizipieren?“

    Das Wissen, dass es die Welt nach mir genauso geben wird, wie vor mir. Ungeboren zu sein ist auch eine Form der Nonexistenz. Wie hat sich d-a-s angefühlt? Genauso wird sich mein Nicht-mehr-Sein anfühlen.

    Das Wissen, dass ich Dinge schaffe, die aus unvergänglichem Material sind: Stein. Und wenn sie auf einer Müllhalde landen, sie werden irgendwann hervorgeschüttelt werden wie die Findlinge auf dem Feld.

    Mir reicht das.

  2. „ungeboren zu sein“ .. ist das nicht bereits ein sein? nur noch nicht geboren? ich habe keine ahnung wieviel bewusstsein wir im mutterleib hatten, weißgott, wer auf die idee kam, diese erinnerungen bei uns allen zu löschen. gut, sie sind weg, weil rein neuronal nicht genug kitt, genug kopplung vorhanden war.
    um zu erinnern, muss man verknüpft haben, sonst führt kein weg zum ziel. deshalb die brosamen. die anschlüsse, der kollaterale input, den das leben hinzufügt.

    also sehe ich im ungeborensein kein nichtsein.

    ja, und stein ist eine gute rückversicherung. elementarer geht es nicht mehr, erdnaher, vulkanischer (im olympischen wortsinn), da ist das online-publishing luft dagegen.
    dabei denke ich, dass uns doch gerne ein hauch von bleibenwollen anhaftet, an allem reden über vergänglichkeit. es ist uns ein unding, nicht mehr vorhanden zu sein, das konstrukt welt verlangt inhärent nach uns als seine schöpfer.

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